Skulptourenführer

Skulpturen des 20. Jahrhunderts in Bietigheim-Bissingen

 

In der Bietigheimer Altstadt, aber auch in anderen Teilen von Bietigheim- Bissingen gehören Werke von Bildhauern des 20. Jahrhunderts zum vertrauten Stadtbild. Längst sind Skulpturen wie Karl-Henning Seemanns „Schwätzweiber“, sein „Flößer“ im Ortszentrum von Bissingen oder auch Jürgen Goertz´ „Kuh-riosum“ zu modernen Wahrzeichen der Stadt geworden. Die schon fast selbstverständliche Einheit von historischem Stadtraum und Kunst unserer Zeit ist das Ergebnis einer Entwicklung, innerhalb derer in den letzten beiden Jahrzehnten die Altstadt wieder als „gute Stube“ des gesamten Gemeinwesens in Besitz genommen wurde. Seit Mitte der siebziger Jahre wurde mit viel bürgerschaftlichem Engagement die historische Bausubstanz gerettet und behutsam heutigen Bedürfnissen angepasst. Diese Bemühungen zielten von Anfang an auf die Schaffung einer vitalen Stadtmitte. Bildende Kunst trug frühzeitig zu dieser Revitalisierung der Altstadt bei. Seit den frühen achtziger Jahren werden Skulpturenausstellungen gezeigt. Mitten im Alltag und ohne dass Schwellenängste entstehen können, ermöglichen diese Ausstellungen die Begegnung mit moderner Kunst.

Leitmotiv der regelmäßigen Skulpturenpräsentationen und der Skulpturensammlung der Stadt ist dabei die Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur. Mit der Rückbesinnung auf gewachsene urbane Strukturen wuchs auch das Bewusstsein dafür, welche Bedeutung öffentliche Plätze für die menschliche Kommunikation haben. Die Erkenntnis, dass es gerade auch die künstlerische Gestaltung ist, die zum Funktionieren historischer Platzanlagen beiträgt, führte in Bietigheim-Bissingen zur Verwirklichung einiger spektakulärer Platzgestaltungen. Reinhard Scherers Großplastik für den Bahnhofsplatz und Jürgen Goertz´ „Turm der Grauen Pferde“ für den Hillerplatz sind dabei sicher die eindrucksvollsten Projekte.

Obwohl anfangs durchaus kontrovers diskutiert, ist heute unbestritten, dass mit diesen Platzanlagen neue Brennpunkte urbanen Lebens geschaffen wurden. Eine Auswahl der wichtigsten Bildhauerarbeiten in Bietigheim-Bissingen stellt dieser Skulpturenführer vor.

Den Skulptourenführer für Bietigheim-Bissingen können Sie hier kostenlos als PDF herunterladen.

Besigheimer Skulpturenpfad

 

Zum 850-jährigen Stadtjubiläums von Besigheim wurde im Jahr 2003 durch die Altstadt und an der Enz entlang einen Skulpturenpfad installiert. Mittlerweile hat er sich zu einem erfolgreichen Kunst-Ensemble entwickelt und wurde Zug um Zug um weitere dauerhafte Kunstwerke wie beispielsweise den Neckar-Enz-Brunnen von Karl-Henning Seemann am Europaplatz erweitert.

Ein weiteres Kunstwerk kam nun im Juni 2008 dazu: ein „Flossi“ der international renommierten Künstlerin Rosalie. Wie aus dem Nichts klettert der "Flossenmann", ein ausdrucksstarkes Phantasie-Wesen, die Stadtmauer zum Rathaus und ins Zentrum der Stadt hoch. Die leuchtend rote Farbe korrespondiert mit dem Fachwerk des Rathauses, das als eines der ältesten Gebäude von Besigheim somit zur Kulisse zeitgenössischer Kunst wird.

Eine neue Broschüre zum Besigheimer Skulpturenpfad gibt es bei der Bürgerinformation im Besigheimer Rathaus, sie kann aber auch hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden.